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atelier
in diesem beitrag stelle ich ihnen einen kleinen teil  der pigmentfarben von kt.color vor
die  kraft dieser farben ist unvergleichlich.
atelier-01 KT 32.109 Pompejianischrot
Einst die Prachtfarbe Pompejianischer Villen
heute Farbkult von kt.COLOR

In der Umgebung von Neapel findet sich die fleischrote, vulkanisch geglühte Pozzuolierde, die als chemische Besonderheit aufgeschlossene Sulfate enthält. Infolgedessen besitzt sie, mit Kalk gemischt, die Eigenschaft des Abbindens und wurde schon im Altertum in Pompeji als Baumaterial benutzt. Pompejanischrot setzt sich heute zusammen aus Erdrot, Oxidrot und einem organischen Rotpigment. Letzeres feuert die Farbe an und man nennt es ein »Schönungsmittel«. In Pompeji »schönte« man die Farbe mit Bleimennige.

 



 

atelier-02 Y 3 Ultramarinblau
Das Blau, das 1958 die Welt faszinierte, heute Produktionsgeheimnis der kt.COLOR

Mit der Wahl des Ultramarinblaus als Träger seiner wichtigsten monochromen Werke stellte sich Yves Klein ganz in die Tradition der mittelalterlichen Farbsymbolik, die darin das Unermessliche und Unendliche verkörpert sah. kt.COLOR durfte das geheimnisvolle Blau für die Swarovski Kristallwelten neu ohne Lösemittel rezeptieren. Das Ergebnis kommt dem Blau des monochromen Künstlers verblüffend ähnlich. Das Magische dieser Farbe ist damit noch lange nicht gelüftet.




 

atelier-03 KT 43.23 Gewürzrot 
Das glühendste Rot osmanischer Färbereien, heute Kultfarbe von kt.COLOR


Ein Rot, das an arabische Nächte und den indischen Subkontinent erinnert. Neuzeitliche Funde in Kenya belegen, dass tiefrot glühende Erdfarben wie diese dem Menschen schon vor 125 000 Jahren symbolisch Wärme schufen. Die Wirkung des Gewürzrots im Raum ist von grosser Kraft. Soll eine Mauer wärmend, präsent, glühendrot und erdig sein, bietet diese Farbe gute Möglichkeiten.



 

atelier-04 KT 09.001  Sahara foncé 
Wie der Wüstensand der trockenen Sahara, eine warme Kultfarbe von kt.COLOR

Die Kitzinger Farbenfabrik, damals königlich Bayrischer Hoflieferant, produzierte vor dem ersten Weltkrieg eine schlichte Farbkarte mit Farben aus Naturerden. Englischgrün ergänzte die sich von Crème über Ocker zu Rotocker erstreckende Palette der Erdfarben. Die unspektakuläre Farbkarte zeugt von Demut und Ruhe – heute unterschätzte Qualitäten. Die diesem Farbton zugrunde liegende helle Sienaerde ist die Nr. 211 der Farbkarte Kitzinger.


 

atelier-05 KT 43.26 Aubergine
Gerühmt als göttliche Farbe im Schatten, berühmt als Farbkult kt.COLOR

»Unsere Kunden hatten Tränen in den Augen vor der ‚göttlichen Aubergine Wand, die das Herz berührt‘«, schrieb uns Meister der Farben Rolf Portmann. Bei der Umsetzung von Eisensulfat zu Schwefelsäure entsteht Caput mortuum, eine dunkelbraun-violette Farbe. Sie ist ungiftig, wie alle Eisenfarben. Die daraus hergeleitete Farben Aubergine erfreut sich einer grossen Beliebtheit, denn sie bietet der Architektur eine zurückhaltende, edle Farbigkeit, die sich im Schatten besonders schön - göttlich eben - entfaltet.








 


Die Farbbezeichnungen und die Farbzitate sind urheberrechtlich geschützt. Die Verwendung erfolgt mit freundlicher Genehmigung  der Rechteinhaberin kt. COLOR AG Uster.
fotos kornelia kaufmann 

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